Fest der deutschen Falknerei 2017

Falknerei ist UNESCO Kulturerbe

 

Überreichung der offiziellen Urkunde durch die UNESCO am 10. Juni 2017 in Fulda/Hessen Schloss Eichenzell, die Aufnahme der deutschen Falknerei in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbe der Menschheit!

 

Diese hochoffizielle Auszeichnung gemeinsam für die drei Deutschen Falknerverbände (Deutscher Falkenorden, Orden Deutscher Falkoniere und Verband der Falkner) durch die UNESCO  von Frau Dr. Ringbeck vom Außenministerium überreicht, kann man getrost als etwas historisches betrachten. Seit Dezember 2016 ist nun auch in Deutschland „die Kunst der Falknerei“ ganz offiziell von unserer Bundesregierung und der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt worden. 

 

Unbestritten hat hier der Deutsche Falkenorden eine Vorreiterrolle übernommen und mit einzelnen Mitgliedern aus seinen Reihen für alle drei deutschen Falkner-Verbände etwas Großartiges und bleibendes geschaffen und erreicht! So eine Auszeichnung kommt nicht von ungefähr und nur die Insider werden wissen, wie viel persönliche Arbeit, Zeit und Geld in so eine Bewerbung gesteckt wurde, die nicht immer positiv beschieden wird. Deshalb auch an dieser Stelle mein persönlicher Dank und allergrößte Hochachtung an alle mir unbekannter weise, die sich hier hervor getan und mitgewirkt haben. DFO und ODF haben auch einen Raum für die Ausstellung im Schloss Fasanerie selbst gestaltet, wo sich einige Mitglieder (unter anderem Familie Leix und Dieter Schiele) mit großem Einsatz eingebracht haben.

 

Für den Festakt und das Fest selbst kann ich ebenfalls da ja persönlich anwesend nur sagen: Es war grandios, bombastisch, toll! Man muss es einfach erlebt haben! Ca. 400 Falknerinnen und Falkner sowie geladene Gäste, Politiker und offizielle Vertreter nutzen diese einmalige Chance, bei diesem historischen Ereignis dabei zu sein. Das so ein Fest nicht mal nebenbei organisiert wird, konnte man schon an der über einjährigen Vorbereitungszeit erkennen. Hier haben sich ganz besonders Hans-Albrecht Hewicker, Anke Bormann und Ulrich „Goldstück“ Goldbach mit großem persönlichen Einsatz eingebracht.  

 

Vor und nach dem eigentlichen Festakt hatte man die Möglichkeiten, an einigen Führungen durch das Schloss selbst teil zu nehmen. („Höfische Jagd in Hessen“, Gemälde und Wohnräume, Falkenjagd im Barock, Reihersaal usw.) Lernort Natur durch Wolfgang Schreier, Bogenschießen Falknerei-Infostände der beiden Verbände DFO und ODF, Kaffee und Kuchentafel gab es ebenfalls. Diana, Christin und Wolfgang Krischke in roter sowie Familie Lothar Ciesielski aus Köln in blauer Barockuniform mit ihren Falken rundeten das ganze auch optisch ab.

 

 

Familie Krischke von der Hofreitschule Bückeburg mit Pferden und zwei Falken im Freiflug auf das Federspiel begeisterten gegen Abend die Zuschauer, bevor es an das leckere Buffet ging. Nicht nur in der Warteschlange davor hatte man reichlich Gelegenheit, sich mit Falkner-Freunden aus dem In- und Ausland in lebhaften Gesprächen zu unterhalten. Dazu gab es auch an den einzelnen Steh- und  Sitztischen innerhalb und außerhalb der Kulturscheune Möglichkeiten, die bis in die späten Nachtstunden genutzt wurden.

Die Aufnahme in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes durch die UNESCO, rückt die Falknerei auf einen hohen Stellenwert. Einer einzigartigen Jagdform, der „Kunst mit Vögeln“ zu jagen. Diese Auszeichnung und Anerkennung gilt es zu bewahren und für nachfolgende Generationen zu fördern. Das „Fest der Falkner“ aus diesem Anlass war wirklich gelungen dank der präzisen Organisation im Vorfeld und ein weiterer Höhepunkt und Meilenstein, die Falknerei hervorragend zu repräsentieren. Ein Pionier der Falknerei und ehemaliger DFO Landesvorsitzender Hessen, Helmut Anhäuser, sagte mir deshalb: „Schön, das ich das heute noch erleben konnte“

 

Berthold Geis

DFO Hessen

Komtur ODF Hessen
 
 

Weitere Bilder sind über diesen Link auf der ODF-Bundesseite zu sehen

 

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